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Reaktion auf CDU-Vorstoß / Glocke 11.02.2015

FWG: Schulen bedingungslos zu erhalten, ist unmöglich

Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Helmers

Ennigerloh (gl). Die Grundschulen in den Ortsteilen Ennigerlohs dauerhaft und bedingungslos zu erhalten, wie es die CDU-Fraktion fordert („Die Glocke“ berichtete), sei so nicht möglich. Das hat gestern der FWG-Fraktionsvorsitzende Bernhard Dombrink im Gespräch mit der „Glocke“ betont.

Die FWG hat ebenfalls einen Antrag zu den Grundschulen vorbereitet und ihn am Montagabend in der Ratssitzung vorgelegt. Er soll demnächst im Schulausschuss beraten werden. „Die Grundschulen in den Ortsteilen werden so lange wie rechtlich möglich und pädagogisch sinnvoll aufrechterhalten“, heißt es in dem Antrag. „Sollten die Schülerzahlen für einen ordnungsgemäßen Schulbetrieb in einem Ortsteil nicht mehr ausreichen, sollen Standorte in den Ortsteilen zusammengelegt werden.“

Keine Fraktion wolle die Grundschulen in Ostenfelde, Westkirchen und Enniger schließen, betonte Bernhard Dombrink gestern. „Ich bin sicher, ich spreche für alle, wenn ich das sage. Aber es kann sein, dass die Schülerzahlen irgendwann so niedrig sind, dass die Bezirksregierung sagt, es geht nicht mehr“, sagte er. „In so einem Fall kann sich die Stadt Ennigerloh auf den Kopf stellen und trotzdem nichts dagegen ausrichten.“ Denn dann sei es rechtlich nicht mehr möglich, die Grundschulen zu erhalten.

Werde eine bestimmte Schülerzahl unterschritten, könne es auch pädagogisch nicht mehr sinnvoll sein, die Grundschulen in den Ortsteilen weiter zu betreiben. „Wenn in einer Schule, sagen wir, 29 Jungen und Mädchen in eine Klasse gehen und in einer anderen nur 15, muss man sich das fragen.“ Möglicherweise müssten Schulstandorte in den Ortsteilen zusammengelegt werden, sagt Dombrink. „Vielleicht Ostenfelde und Westkirchen, wenn das sinnvoll ist.“

Man könne die Standorte nicht um jeden Preis erhalten, das müsse man den Bürgern fairerweise klar machen. „Wir können nicht Schüler aus Ennigerloh in die Ortsteile fahren, nur damit der Unterricht dort weitergehen kann.“

In ihrem Entwurf des Haushaltssicherungskonzepts hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Grundschulen in den Ortsteilen zum Schuljahr 2023/2024 zu schließen, falls die Haushaltslage so schlecht bleibe und die Schülerzahl rückläufig sei. Die Verwaltung rechnet mit einem Rückgang der Schülerzahlen um
25 Prozent im Betrachtungszeitraum 2010 bis 2020.